Freunde der Stadtbücherei Haltern am See e.V.

 

Künstler in der Stadtbücherei

 

Künstler in der Stadtbücherei Haltern am See

 

Unter allen Büchern gelten seit frühesten Zeiten illustrierte Ausgaben der Dichtung als Besonderheit und Krönung des Buchschaffens. Im 20. Jh. gesellten sich die Malerbücher hinzu. Beide Arten sind (in unterschiedlicher Ausprägung) immer das Ergebnis des Zusammenspiels zweier Künste, der „Wechselwirkung zwischen dem Zeitgebilde der Schreib- und Dichtkunst und dem Raumgebilde des [bildenden] Künstlers“ (Julius Rodenberg: Deutsche Pressen.- Berlin u. a. 1925). Schon von daher ist der Bezug von Bibliotheken zur bildenden Kunst ein sehr enger und es war vielleicht auch ein glücklicher Zufall, das die erste Künstlerin, die in der 1984 neu errichteten Stadtbücherei ausstellen konnte, die spätere Buchillustratorin Gertrud Schrör war.

 

Aus den Erfahrungen dieser ersten Kunstausstellung entstand ein Grundkonzept für alle nachfolgenden Ausstellungen mit bildenden Künstlern, an das sich die Stadtbücherei bis heute hält. D. h. die Stadtbücherei lädt vor allem solche Künstler zu Ausstellungen ein, deren Schaffen in einem möglichst engen Zusammenhang mit der so genannten Buch- und Druckkunst, der Literatur oder Region steht.

 

 

Ausstellung in der Stadtbücherei Haltern am See (12.02. - 15.03.2009)

 

Eröffnung am Sonntag, 08. Februar 2009 um 11 Uhr

Die Idee, den britischen Künstler Peter Catlow zu einer Ausstellung in die Stadtbücherei Haltern am See einzuladen, wurde im Jahre 2008 geboren. Obwohl Peter Catlow zunächst Kunst studiert hatte, entschied er sich in einem bestimmten Augenblick seines Lebens, für eine Ausbildung zum Ingenieur, um das vom Vater aufgebaute Geschäft als Kaminbauer zu übernehmen. Obwohl er seitdem nur noch „im Nebenerwerb“ malt, gewann er mehrere renommierte Kunstpreise.

Wohnhaft in der britischen Grafschaft Lancashire, die geprägt ist von Geschichten über Hexenverfolgung, von Entbehrungen, aber auch vom erzählerischen Werk der berühmten Bronte-Schwestern, verwundert es nicht, dass sich ein Teil seines künstlerischen Werkes, neben seine brillanten Portraits, mit genau dieser Thematik auseinandersetzt.

Vor allem der erstgenante Aspekt war es, der die Stadtbücherei dazu brachte, Peter Catlow zu einer Ausstellung nach Haltern einzuladen. Sie lief mit großem Erfolg.

- RN vom 14.02.2009

 

 

Das vorstehend abgebildete Exlibris führte zu einer der spannendsten Ausstellungen in der Geschichte der Stadtbücherei. Dieses Kleinobjekt der Buchkunstbewegung veranlasste die Journalistin Eva Masthoff, sich auf eine Spurenssuche nach einem verschollenen Halterner Künstler zu begeben.

Der künstlerisch hochbegabte Eugen König erblickte als jüngster Sohn des bedeutendenden Wissenschaftlers Geheimrat Professor Dr. Josef König und dessen Ehefrau Eugenie Scharpenseel am 13. Januar 1881 das Licht der Welt, die es, zumindest wohl zumindest seinem Verständnis nach, nicht immer gut mit ihm meinte. Tragisch endete deshalb auch sein Leben bereits nach 29 Jahren am 5. Juni 1910.

Dazwischen lag eine Zeit, in welcher der junge Mann versuchte, sich aus dem Schatten seines Vaters zu befreien und eine künstlerische Existenz aufzubauen, was ihm jedoch misslang.

Dass wir heute überhaupt von der Existenz dieses vergessenen Künstlers etwas wissen, verdanken wir einzig und allein einer fast zweijährigen „Detektivarbeit“ von Frau Eva Masthoff, der es gelang, die wenigen überlieferten Bruchstücke eines gescheiterten Lebens zusammenzutragen, die dann in der Stadtbücherei vom 21. November 2004 bis zum 29. Januar 2005 gezeigt werden konnten.

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Die Ausstellung wurde am 21. November 2004 eröffnet. Den Katalog der Ausstellung finanzierte die Kulturstiftung Masthoff. (Einbandgestaltung unter einer Verwendung einer Graphik von Andreas Raub)

 

Nach der Eröffnung (Foto: Hans Stevermüer)

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Zwei von Königs Kohlezeichnungen (ca. 1904) - (Foto: Hans Stevermüer)

Berichte der Presse:

- WAZ vom 20.11.2004

- Halterner Zeitung vom 22.11.2004

- Stadtspiegel vom 24.11.2004

 

Im Frühjahr 2003 fand in der Stadtbücherei Haltern am See eine Kabinettausstellung mit Stichen der französischen Grafikerin Claire Henault statt. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung Masthoff. Die Ausstellung wurde am 19.02.2003 (19.30 Uhr) im Kaminzimmer der Stadtbücherei eröffnet.

Bericht der WAZ vom 01.03.2003

 

Kaum ein Kunststil hat die europäische Buchkunstbewegung mehr beeinflusst als der japanische Farbholzschnitt, der um Neunzehnhundert den europäischen Markt eroberte. Als sich auf Grund der Kontakte mit einer befreundeten Journalistin (Eva Masthoff) deshalb die Möglichkeit ergab, eine diese Kunst ausübende Japanerin nach Haltern einzuladen, hat die Stadtbücherei Chance sofort ergriffen.

- Akiko Fujikawa lebt in Burnham, UK. (Bild BBC - Link zu einem BBC-Artikel)

Ausstellung in der Stadtbücherei 1996

- Halterner Zeitung vom 13.02.1996

- WAZ vom 26.02.1996

 

 

Die 1987 stattgefundene Ausstellung mit dem Maler, Graphiker, Autor und Buchgestalter Bernd Bohmeier zählt bis heute zu den unvergessenen Höhepunkten der Ausstellungsaktivitäten der Stadtbücherei. Viele hundert Besucher fanden den Weg in die Stadtbücherei. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie in Mainz und Köln ließ sich Bernd Buohmeier nach Erlangung es eines Magistergrades als freischaffender Künstler in Köln und in der Eifel nieder. Von 1968 bis 1998 arbeitete er als freier Lektor in der Abteilung Fernsehspiel des WDR.

Einladungskarte zur Ausstellung

 

 

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"Rosenkranz", erotisches Malerbuch von Bernd Bohmeier

 

Seine erste selbständige Veröffentlichung: „Im Schwitzkasten“ erschien 1978. Als sich Bernd Bohmeier 1987 bereit erklärte in Haltern auszustellen war die Freude groß. Vom 5. November bis 20. Dezember zeigte der Maler, Radierer, Buchschaffende und Schriftsteller Bilder und Graphik in der Stadtbücherei.

Die Ausstellung wurde mit einer Lesung: „Ins Gegenlicht“ beendet.

 

Hobby und Freizeitkunst

 

Neben den eigenen Buch- und Bibliotheksausstellungen, sowie Ausstellungen mit ausgebildeten Künstlern konnten im Laufe der vergangenen Jahre auch immer wieder Hobby- und Freizeitmaler aus Haltern und Umgebung ihre Werke in der Stadtbücherei Haltern am See vorstellen. Wenn es auch nicht unbedingt zu den Primäraufgaben einer Bibliothek zählt, derartige Ausstellungen zu organisieren, besteht jedoch zwischen den von der Stadtbücherei selbst umgesetzten Programmen immer wieder die Möglichkeit die Räumlichkeiten der Stadtbücherei zu nutzen. Seitdem jedoch im Alten Rathaus weitere Ausstellungsmöglichkeiten insbesondere für Hobby- und Freizeitmaler geschaffen wurden, finden solche Ausstellungen nur noch selten in der Stadtbücherei statt.

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