Freunde der Stadtbücherei Haltern am See e.V.

 

Kinder und Jugendliche

Lese-Medienclub der Joseph-Hennewig-Schule, Haltern am See


Unser größtes und wohl anspruchsvollstes Projekt war die Aufführung eines Theaterstücks nach dem Buch „Die Delfine von Atlantis“ von Marliese Arold. Die Aufführung fand am 03.07.2010 im Rahmen der „Nacht der Jugendkulturen“ zur „Ruhr2010“ statt.


Idee:
Zunächst deutete gar nichts darauf hin, dass wir einmal in dieser Größenordnung Theater spielen würden. Allerdings fiel auf, dass die Clubmitglieder in einer Phase steckten, in der Rollenspiele sehr beliebt waren. Diese Gruppe kannte sich schon länger, und viele Clubmitglieder waren vom Beginn der Studie an dabei.


Es begann damit, dass sie die Vorgänge in einer Bank nachspielten. Mit selbstgebastelten Computern aus Tonkarton und Alufolie. Dazu Kundenkarten und Wegweisern, die den „Kunden“ den Weg zu ihren Sachbearbeitern wiesen. Danach wurde „DSDS“ und „Germany's next Topmodel“ Thema. Diese Rollenspiele schufen eine große Homogenität im Club. Irgendwann wurde es den Kindern langweilig, immer nur dasselbe zu spielen. Und so kam der spontane Wunsch auf, selber ein Theaterstück aufführen zu dürfen. Da noch einige Monate Zeit bis zu den Sommerferien waren, kam mir der Gedanke, etwas zum Thema Meer, Ferien etc. aufzuführen. Da passte das Buch „Die Delfine von Atlantis“ von Marliese Arold sehr gut. Glücklicherweise hatte ich zwei Exemplare des Buches angeschafft. Diese gab ich den beiden Mädchen, die die Idee gehabt hatten für die Zeit der Osterferien mit nach Hause, damit sie überlegen konnten, ob die Geschichte gefallen würde.


Die Geschichte:
Sheila entdeckt an ihrem 13. Geburtstag, dass sie sich in einen Delfin verwandeln kann. Sie genießt
es. Doch dann lernt sie Mario kennen. Er und seine Mutter werden bedroht und schon bald muss Sheila ihn aus einer lebensbedrohlichen Situation retten. Schließlich geht Marios Mutter Alissa zu Zaidon um Mario zu schützen. Dieser will seine Mutter retten und folgt ihr gemeinsam mit Scheila. Er nimmt Zaidon das Versprechen ab, dass seine Mutter überlebt, wenn er es schafft, die sieben Splitter des Weltensteins zu finden. Auf der Suche nach diesen Steinen treffen sie auf Spy. Natürlich sind die Steine mit gefährlichen Zaubern belegt, so dass die beiden in einige gefährliche Situationen geraten.


Umsetzung:
Die Stadtbücherei Haltern am See stand uns während der Vorbereitungszeit stets mit tatkräftiger Unterstützung zur Seite. Die Mitarbeiterinnen organisierten den Druck der Eintrittskarten sowie der Plakate, die in Geschäften und Schulen ausgehängt wurden. Zu meinen Aufgaben zählten das Beantragen von Geldern für Bühnendeko, Kostüme und Aufführungslizenz, sowie das Schreiben des Drehbuchs.

Foto: Stefan Gewecke


Dann kam die Zeit der Proben. Sobald die Kinder in den Stoffen steckten, waren sie Delfine, Mantas oder der böse Zaidon. Dann fiel auch das Lernen der Texte leicht – das Drehbuch habe ich für jeden einzelnen bedarfsgerecht geschrieben. Als besonderer Gag diente eine Teleskoppeitsche aus dem Reitsportbedarf, an der Kugelfisch „Spy“ (Styroporkugel aus dem Bastelbedarf) über die Bühne schwebte. „Spy“ fungierte auch während des Stücks immer mal als Stichwortgeber und Souffleur. Die Figur konnte kleine Hänger auffangen, so dass die Kinder gut durch das Stück kamen. In einigen Szenen wurden auch die Zuschauerkinder eingebunden, z.B. als Belugaherde oder als versteinerte Delfine, so dass es auch ein bisschen Mitmachtheater war. Dass aber auch Raum für eigene Ideen war, zeigt die Szene mit Skylla, der riesigen Seeschlange, die eigentlich nur ein Kind auf die Bühne bringen wollte. Während der Aufführung hatten sich dann aber noch spontan einige weitere junge Darsteller entschlossen, bei dieser Szene mitzuwirken, so dass Skylla noch besser in Szene gesetzt wurde. Andere Kinder mochten nicht so gerne nach vorne auf die Bühne, sorgten aber im Hintergrund vorbildlich dafür, dass alle Darsteller und ihre Hilfsmittel drehbuchgemäß auf die Bühne kamen.


Fazit:
Innerhalb der Gruppe herrschte viel Zusammenhalt. Das gemeinsame Großprojekt von Anfang bis Ende durchzuziehen erforderte viel Disziplin und Durchhaltevermögen. Doch der Applaus am Ende, das Lob von Seiten der Lehrer und der Schulleitung waren eine wunderbare Erfahrung für die Truppe und zeigte allen, dass es sich lohnt, auch mal den berühmten „Toten Punkt“ zu überwinden. Außerdem bekamen alle Mitwirkenden noch ein kleines Präsent in Form eines schönen Schlüsselanhängers, da die anschließende Premierenfeier wegen des Fußballspiels „Deutschland-Argentinien“ und eines aufziehenden Unwetters abgesagt werden musste. Skylla greift an

Betreuerin: Annette Ludwig


Kinder werden an Bücher herangeführt

- Halterner Zeitung vom 11.04.2006

 

 

Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei Haltern am See nach einer Aufführung

 

Presseberichte:

- Halterner Zeitung vom 19.11.2008

- Halterner Zeitung vom 25.11.2006

- Halterner Zeitung vom 17.12.1993

- Halterner Zeitung vom 24.12.1988

- Halterner Zeitung vom 20.12.1988

- WAZ vom 05.08.1987

 

- Halterner Zeitung vom 11.08.2006

- Halterner Zeitung vom 14.11.2000

 

- Halterner Zeitung vom 17.06.2009

 

Josef Hovenjürgen (MdL) war einer der Vorleser.

Bericht der WAZ vom 13.11.2004

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